Fachkräftesicherung durch Bleiberecht für Flüchtlinge

Täglich strömen Tausende von Flüchtlingen aus politisch oder wirtschaftlich motivierten Gründen nach Deutschland und sehen hier einer mehr als ungewissen Zukunft entgegen. Das rheinland-pfälzische Handwerk möchte diese Menschen durch eine handwerkliche Ausbildung und ein damit einhergehendes Bleiberecht konstruktiv begleiten und die bisherige für die Flüchtlinge unerträgliche Aufenthaltssituation zum Positiven ändern.

ritratto di giovane operaio nero, africano
Quelle: Fotolia

Die Erfolgsformel für das Vorhaben lautet: 1 + 3 + 2.                                          

Das bedeutet, die Handwerkskammern fordern bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung ein fünf- bis sechsjähriges Bleiberecht für die ankommenden Flüchtlinge, das über eine ursprünglich angedachte Aufenthaltsduldung hinausgeht. Innerhalb dieser Zeit ist ein Jahr für eine grundlegende Sprachförderung und handwerkliche Vorbereitungskurse vorgesehen, gefolgt von einer dreijährigen Ausbildung sowie ein anschließender zweijähriger Verbleib des Gesellen im Ausbildungsbetrieb. Da das Ausländerrecht eine bundesrechtliche Angelegenheit ist, wurde vereinbart, dass sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer für ein mindestens fünfjähriges Bleiberecht bei der Bundesregierung einsetzt. Die Ausbildung junger Menschen zur Fachkraft bietet gerade jungen Flüchtlingen beste Chancen. Gleichzeitig können auch die Betriebe motivierten ausbildungswilligen Nachwuchs generieren und nach der Ausbildung die jungen Menschen sogar noch einige Zeit bei sich im Betrieb beschäftigen.

Als flankierende Maßnahme wird sich ab August 2015 bei der Handwerkskammer der Pfalz eine Flüchtlingsnetzwerkerin speziell um die Vermittlung und Begleitung der Flüchtlinge kümmern, die im Handwerkskammerbezirk ausgebildet werden.

Diese Forderung des Handwerks für die Flüchtlinge in Ausbildung wurde von den Handwerkskammern am sog. Erweiterten Ovalen Tisch der Landesregierung eingebracht, der jährlich einberufen wird. Dieser setzt sich aus unterschiedlichen Interessenverbänden, den Fraktionsvorsitzenden der im Landtag vertretenen Parteien, der Staatskanzlei, verschiedenen Ministerien, der Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften sowie IHKn und Handwerkskammern zusammen.

Wie sehen Sie das? Wird diese Erfolgsformel funktionieren?

Hier ein Beitrag von ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke in der Tagesschau vom 20. Juli 2015 zu diesem Thema…

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