Den Jugendlichen auf der Spur

Wie tickt die Jugend? – Dieser spannenden Frage ging eine Kooperationsveranstaltung der Handwerkskammer der Pfalz mit der IHK für die Pfalz und der Agentur für Arbeit in Landau auf den Grund.

Peter Martin Thomas, Leiter der SINUS-Agentur Heidelberg, stellte in einem kurzweiligen und launigen Vortrag die SINUS-Lebenswelten der u18-jährigen vor. Das SINUS-Institut ordnet die Jugendlichen in verschiedene Gruppierungen ein, die nach ihrer normativen Grundorientierung, ihren Werten, Bildungsstand und Einkommensverhältnissen ausgerichtet sind und die als Orientierung für eine zielgerichtete Ansprache dienen können. Konkret bedeutet das, folgende Fragen zu untersuchen: Wie erleben Jugendliche ihren Alltag, welche Wertvorstellungen haben sie und wie stehen sie zu Schule und Berufsausbildung. Was ist wichtig in ihrem Leben, was motiviert sie und welche Wünsche haben sie für Ihre Zukunft?

Lebensweltmodell_Sinus_u18_600
Quelle: SINUS Markt- und Sozialforschung

Diese Milieustudie gibt wertvolle Antworten auf die Frage der Betriebe, was zu tun ist, um Jugendliche als Auszubildende zu gewinnen. Welche Standortfaktoren spielen eine Rolle und welche Möglichkeiten nutzen Jugendliche um sich über die Berufsbilder zu informieren? Wie gehe ich als Betrieb auf Jugendliche zu um genau den Auszubildenden zu finden, der in mein betriebliches Umfeld passt?

Mit den Gruppen „Adaptiv-Pragmatische“ – den Jugendlichen aus der sog. „Bürgerlichen Mitte“, den „Konservativ-Bürgerlichen“ und den „Expeditiven“ wurden exemplarisch deren Vorlieben, Gewohnheiten und Lebensentwürfe aufgezeigt. Sehr spannendes Thema, das ein gutes Stück weit in sozialpsychologisches Terrain hineinreicht!

So hat sich etwa gezeigt, dass in der Gruppe der Konservativ-Bürgerlichen deutlich mehr Jugendliche selbst initiativ werden, wenn es darum geht, Informationen zur Berufswahl zu sammeln. Diese Gruppe hat sehr klare Vorstellungen davon, wie ihr berufliches und privates Leben einmal aussehen soll. Sie sind in ihrer regionalen Umgebung verwurzelt und relativ bodenständig. Deshalb ist diese Gruppe nicht unbedingt in erster Linie über die Sozialen Medien zu erreichen – eventuell erweisen sich andere mediale Kanäle für die Ansprache dieser Jugendlichen als erfolgversprechender. Währenddessen ist jemand aus dem Expeditiven Milieu gerne bereit zu räumlichen Veränderungen und steht neuen Erfahrungen sehr offen gegenüber. Diese und viele weitere Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Kontaktaufnahme und den Dialog mit den Jugendlichen von heute.

Werfen Sie einen aufschlussreichen Blick in die jugendlichen Lebenswelten: www.sinus-akademie.de

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