Portugiesen und Spanier bei uns in der Ausbildung

Im Rahmen des Bundesprojektes MobiPro, das Anfang des Jahres in unserer Kammer startete, wurden elf portugiesische und zwei spanische Jugendliche ausgewählt, die ab 1. September eine duale Ausbildung in pfälzischen Handwerksbetrieben beginnen. Die Auswahl erfolgte durch die portugiesische Arbeitsagentur basierend auf der jeweiligen Interessenlage der Bewerber. Außer der Handwerkskammer der Pfalz nimmt als weitere rheinland-pfälzische Kammer die HWK Koblenz an dem Projekt teil.

Praktikanten-aus-Portugal
Praktikanten aus Portugal – Quelle: Handwerkskammer der Pfalz

Alle Auszubildenden sind zwischen 18 und 27 Jahre alt und zurzeit in ihrem Herkunftsland ohne Arbeit. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen und verfügen teilweise bereits über einen Bachelor-Abschluss. Während ihres Aufenthalts in Deutschland leben die Jugendlichen in Studentenappartements und erhalten von ihren Ausbildungsbetrieben eine von der Agentur für Arbeit aufgestockte Ausbildungsvergütung, von der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Zusätzlich werden ihnen zweimal jährlich die Kosten für eine Heimfahrt erstattet.

Die Ausbildungsplätze in den Berufen Anlagenmechaniker SHK, techn. Modellbauer, techn. Produktdesigner, Tischler, Bäcker, Metallbauer und Kfz-Mechatroniker wurden von der Handwerkskammer vermittelt. Der Ausbildung war im Frühjahr ein 4-wöchiges Praktikum im Betrieb vorgeschaltet, damit sich beide Seiten etwas kennenlernen konnten. Während der gesamten Ausbildung besuchen die Jugendlichen einen Sprachkurs und nehmen ausbildungsbegleitende Hilfen in Anspruch.

Nach der drei bis dreieinhalb-jährigen Ausbildung ist die Zukunft der frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen noch völlig offen. Teilweise möchten sie sich hier im Land eine Existenz aufbauen, teilweise auch in ihre Heimatländer zurückkehren. Unabhängig davon wie die Entscheidung später ausfällt, die Ausbildung in Deutschland ist auf jeden Fall für alle Beteiligten von Vorteil: Für die Ausbildungsbetriebe vor Ort bedeutet das Hierbleiben der ausgebildeten Menschen ein Zugewinn von Fachkräften, für die zukünftigen Arbeitgeber in Spanien und Portugal ein nicht zu unterschätzender Wissenstransfer.

Zwar ist die bürokratische Abwicklung mitunter in dieser ersten bis Ende 2018 genehmigten Maßnahme zugegebenermaßen noch etwas aufwändig, die Auszubildenden und auch die Ausbildungsbetriebe werden jedoch während der gesamten Dauer von zwei Mitarbeiterinnen der Handwerkskammer betreut, die alles für einen reibungslosen Ablauf dieses Ausbildungsprojektes tun.

MobiPro-Artikel Rittersbacher Rheinpfalz 03-06-15

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