ZDH-Geschäftsführer Palige zu Gast bei der Vollversammlung der Handwerkskammer

Der Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Dirk Palige, war am 2. Dezember zu Gast bei der Sitzung der Vollversammlung in Kaiserslautern.

Er begann seinen „Bericht aus Berlin“ mit einem Blick auf die Konjunkturlage des Handwerks in Deutschland, deren Trend – analog zu Rheinland-Pfalz – nach wie vor positiv und optimistisch sei. Das Handwerk bewährt sich als Stütze der Wirtschaft in Deutschland.

Voraussetzung für die positive Entwicklung sei jedoch auch zukünftig ein funktionierender, stabiler Binnenmarkt, der wiederum auf einer guten Infrastruktur, einer flächendeckenden Breitbandversorgung sowie aktuellem Know-how der Mitarbeiter fußt. Insbesondere ist hier die Qualifizierung der Betriebe zur Digitalisierung – Stichwort Handwerk 4.0 – zu nennen, die zu einem späteren Zeitpunkt vom Leiter des Kompetenzzentrums für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der Handwerkskammer Koblenz, Christoph Krause, in einem mitreißenden Vortrag näher erläutert wurde.

Dieses wichtige Thema wird auch auf der IHM in München im Frühjahr 2016 aufgegriffen, wo sogenannte Leuchtturmprojekte der Digitalisierung vorgestellt werden, die in die „Fläche strahlen sollen“, so Palige.

Der Schlüssel für Wachstum ist neben qualifizierten Fachkräften auch das Erreichen der Gleichwertigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung. Ziel ist es, eine Balance zwischen diesen beiden Bereichen herzustellen, da in unserer Volkswirtschaft ausdrücklich beides benötigt wird.

Durch die Einführung von Berufsorientierungstagen an Gymnasien sowie der Kombination von Gesellenbrief und Abitur („Berufsabitur“) soll die berufliche Ausbildung eine höhere Wertschätzung erfahren, was auch durch die laufende Imagekampagne des Handwerks unterstützt wird.

Eine wichtige Forderung dabei ist jedoch auch die Gleichwertigkeit bei der finanziellen Förderung beider Bildungsgänge, die derzeit noch nicht gegeben sei.

Das Bekenntnis zum Meisterbrief, das auch durch das gemeinsame Engagement der Kammern und des ZDH in Brüssel getragen wird, fußt auf der Erkenntnis, dass durch mehr Qualifikation mehr Wettbewerb möglich wird, nicht durch weniger Qualifikation.

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